Erste-Hilfe-Filme „Rette mich wer kann“

Die sechsteilige Reihe von Erste-Hilfe-Filmen mit dem Titel „Rette mich wer kann“ wurde von der Filmberatung Hans Fries in den 1980er Jahren produziert.

Sie zeigt verschiedene Verletzungen durch Unfälle am Arbeitsplatz und Sofortmaßnahmen der Ersten Hilfe. Bitte nachfolgend auf die Vorschaubilder klicken, um die Dokumentarfilme aufzurufen:

Auftraggeber

Die sechsteilige Reihe von Erste-Hilfe-Filmen mit dem Titel „Rette mich wer kann“ entstand in den 1980er Jahren im Auftrag der Berufsgenossenschaft für betriebliche Ersthelfer und Kurse.

Inhalt

Folgende Themen werden in den Erste-Hilfe-Filmen für den betrieblichen Unterricht behandelt:

  • Herzdruckmassage zur Herz-Lungen-Wiederbelebung nach Elektrounfall mit Herzstillstand

  • Verbrühung und Verbrennung 1., 2., 3. Grades durch heißes Fett nach der sog. „9er Regel“

  • Richtiges Anlegen von einem Kopfverband nach einer Kopfverletzung mit Kopfplatzwunde

  • Erstversorgung und Schocklage nach stark blutender Schnittverletzung am Oberschenkel

  • Stabilisieren und Druckverband bei einem offenen Schienbein-Bruch und Schockbekämpfung

  • Unfall mit Pfählungsverletzung am Unterschenkel und Bewußtlosigkeit (Kopf überstrecken)

Thema bei den Lehrfilmen ist auch das korrekte Alarmieren vom Rettungsdienst (5W-Notruf-Fragen).

Bei betrieblichen Lehrgängen in Notfallmedizin wurden die Erste-Hilfe-Filme bei der Frage „Was ist zu tun ?“ angehalten und die Ersthelfer im Betrieb nach den richtigen Maßnahmen befragt.

Am Ende jedes Filmes nach Demonstration der richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen wurde die Frage „Hätten Sie es gewußt ?“ eingeblendet, um Zuschauer mit Wissensdefiziten zu einem Auffrischungskurs in Erster Hilfe zu motivieren.

Drehorte

Die Handlungsorte der Erste-Hilfe-Reihe „Rette mich wer kann“ lagen alle in München und Umgebung.

Kern-Film-Stab

Drehbuch-Autor, ausführender Produzent, Produktionsleiter und Regisseur der Erste-Hilfe-Filme war Hans Fries, der in diesen Filmen seine Erfahrung aus 40 jähriger Kino- und TV-Produktion einbrachte.

Die Aufnahmeleiterin und Produktionsassistentin war seine Frau Livia Fries (Biondi) aus der Schweiz.

Filmische Bedeutung

Von ihrer Machart her sind die Schulungsfilme aus heutiger Sicht noch interessant, weil in ihnen, was Dramaturgie, Handlung, Filmsprache, Schnitt-Komposition und Spannungsbogen betrifft, erkennbar ist, dass ihr Producer vom Spielfilm kam.

Hinweis

Die in den Filmen gezeigten Sofortmaßnahmen und Erste-Hilfe-Maßnahmen entsprechen der damals herrschenden Lehrmeinung und können von der heutigen Lehrmeinung abweichen.