Business Intelligence (BI) – Geschäftsanalytik

Organigramm-Grafik

INHALT

  1. Definition
  2. Das Informations-Dilemma in Unternehmen
  3. Vorteile der Verfahren
  4. System-Phasen
  5. Softwareentwicklung (Software Engineering)

Definition

Was bedeutet Business Intelligence ? Mit dem Begriff » Geschäftsanalytik « oder » Business Intelligence (BI) « werden automatisierte Verfahren zur systematischen Sammlung, Analyse und Darstellung von großen Daten-Mengen mit Hilfe von Software-Systemen bzw. IT-Architekturen verstanden.

Die Daten können sich im Sinne dieser Definition auf ein Unternehmen, Mitbewerber oder einen bestimmten Markt beziehen, in dem ein Unternehmen tätig ist oder tätig werden will.

Das Ziel von Business-Intelligence-Verfahren ist die Gewinnung von Informationen für die Unternehmensführung und andere Abteilungen eines Unternehmens, um operative und strategische Ziele im Unternehmen besser erreichen zu können.

„Business intelligence is the process of transforming data into information and, through discovery, into knowledge“

(Definition für Geschäftsanalytik aus den 90er Jahren der Gartner Group, einem Research- und Business-Consulting-Unternehmen im IT-Bereich)

Informationsdilemma in Unternehmen

Die Beschaffung und Speicherung von Informationen erleichtern in Unternehmen heutzutage das Internet und die elektronische Datenverarbeitung, auch Informationstechnologie (IT).

Jedoch kann die daraus resultierende Informationsflut dazu führen, dass Unternehmen aus dem gestiegenen, unstrukturierten Informationsangebot keinen Nutzen ziehen können.

Im Ergebnis können die benötigten Informationen zwar im Unternehmen vorhanden sein, doch kann auf sie paradoxerweise wegen ihrer Menge und Komplexität oft nicht zugegriffen werden.

Es kann sogar ein Informationsmangel im Unternehmen entstehen, wenn Informationen

  • von Entscheidungsträgern übersehen werden („den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“)

  • nicht am richtigen Ort zur richtigen Zeit für eine Geschäftsanalyse zur Verfügung stehen.

Dieses Dilemma soll durch Business-Intelligence-Verfahren gelöst werden, die eine Verbesserung der Geschäftsanalytik und Zugriffsmöglichkeiten auf Informationen bewirken können.

Vorteile der Verfahren

Business-Intelligence-Verfahren können folgende Vorteile für ein Unternehmen bewirken:

  • Optimierung von Geschäftsabläufen

  • Erhöhung der internen Wertschöpfung

  • Kostensenkung im Controlling

  • Verbesserung des Informationsflusses im Unternehmen

  • Verringerung von geschäftlichen Risiken

  • Verbesserung von Lieferanten- und Kundenbeziehungen

  • Erfassung von Mitbewerber-Daten als Grundlage einer systematischen >> Marktanalyse

Mit den Verfahren der Geschäftsanalytik (Business-Intelligence) können ein Informationsvorsprung und Wettbewerbsvorteile geschaffen werden.

System-Phasen

Business-Intelligence-Systeme können in vier aufeinander folgende Phasen unterteilt werden: Datenerfassung, Datenzusammenführung, Datenanalyse & Datendarstellung und Datenverteilung:

Phase 1: Datenerfassung

In der ersten Projekt-Phase der Datenerfassung zum Aufbau eines » Business-Intelligence-Systems « im Unternehmen werden Unternehmensdaten aus folgenden Bereichen gesammelt:

Produktion, Finanzwirtschaft, Warenwirtschaft, Logistik, Personalwesen, Controlling, Marketing, Vertrieb.

Die Datenerfassung erfolgt typischerweise mit vorhandenen ERP-Software-Systemen (Enterprise-Resource-Planning) wie z.B. von SAP, Microsoft, Oracle, Sage, IFS, Info oder abas-Business-Software.

Phase 2: Datenzusammenführung

In der zweiten Projekt-Phase zum Aufbau eines » Business-Intelligence-Systems « erfolgt die Datenzusammenführung alle gesammelten Daten in einer separaten Datenbank, dem sog. Datawarehouse.

Diese ist getrennt von der Datenbank des ERP-Systems. Der Begriff „ERP“ (englisch: Enterprise Resource Planning) umfasst Softwarelösungen zur Ressourcenplanung eines Unternehmens.

Eine separate Datawarehouse-Datenbank bietet z.B. den Vorteil, dass die Daten dort

  • nach anderen Kriterien wie in ERP-Systemen des Unternehmens strukturiert,

  • mit erp-fremden Daten von Wettbewerbern oder Forschungsinstituten kombiniert,

  • ohne Belastung des parallel weiter laufenden ERP-Systems analysiert und

  • von laufenden Änderungen im ERP-System vom Datenbestand getrennt

werden können.

Erst durch die Datenzusammenführung ist es möglich, eine Analyse der Unternehmensdaten zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. Tag, Woche, Monat oder Jahr) durchzuführen.

Phase 3: Datenanalyse und Datendarstellung

In der dritten Projekt-Phase der Datenanalyse und Datendarstellung zum Aufbau eines » Business-Intelligence-Systems « werden die im Datawarehouse gesammelten Daten analysiert und dargestellt.

Hierfür stehen im Datawarehouse verschiedene Reporting-Systeme und Verfahren zur Verfügung wie

  • einfache Berichts- und Reportingsysteme (auch Berichtswesen),

  • OLAP-Systeme (Online Analytical Processing) oder

  • Data-Mining-Verfahren, um Muster in Daten zu erkennen.

Der Vorteil einer Nutzung von OLAP-Systemen zur Datenanalyse und Datendarstellung im Datawarehouse liegt in ihrer einfachen und intuitiven Nutzung, weil sie keine speziellen Programmier-Kenntnisse erfordern.

Wenn aus sehr großen Datenmengen im Datawarehouse die wesentlichen Informationen gewonnen werden sollen, kommen Data-Mining-Verfahren mit verschiedenen Statistik-Methoden zum Einsatz.

Mit Hilfe von Data-Mining-Verfahren können interessante Zusammenhänge oder Muster in großen Datenmengen festgestellt werden, die mit einfachen Reports sonst nicht erkennbar sind.

Phase 4: Datenbereitstellung und Datenverteilung

In der vierten Projekt-Phase der Datenbereitstellung und Datenverteilung zum Aufbau eines » Business-Intelligence-Systems « werden die im Datawarehouse gewonnenen

  • Erkenntnisse,

  • Zusammenhänge,

  • Fakten,

  • Zahlen und

  • Hypothesen

der Unternehmensführung zur Verfügung gestellt.

Die Datenbereitstellung auf einem zentralen Server als Basis für operative und strategische Entscheidungen ist dabei nicht auf die oberste Ebene im Unternehmen (Vorstand, Geschäftsleitung) beschränkt.

Über verschiedene Reporting-Tools kann eine Datenverteilung auch an Mitarbeiter im Unternehmen entsprechend ihrer hierarchischen Position erfolgen.

Denn ein BI-System ist letztlich um so profitabler, um so mehr Mitarbeiter es im Unternehmen nutzen.

Zum Aufbau eine Business-Intelligence-Systems ist ein geeignetes Vorgehen notwendig, das ein strukturiertes Vorgehen verbunden mit hoher Datenqualität und einfacher Wartbarkeit des Systems garantiert.

Softwareentwicklung (Software Engineering)

Bei Consulting-Bedarf im Bereich Business-Intelligence-Architektur, Software-Entwicklung (Software Engineering) und Programmierung auf Basis von ASP.NET und Microsoft SQL Server kann ein Business-Intelligence-Spezialist hinzugezogen werden.

Logo Microsoft Certified Technology Specialist SQL Server 2005

Hierzu bieten sich Medienberater wie Dipl.-Wirtschaftsingenieur Olaf Fries im Raum München (Bayern) an, der über eine Ausbildung als „Microsoft Certified Technology Specialist“ verfügt.

Olaf Fries ist Projekt-Freiberufler in den Bereichen Business Intelligence und Softwareentwicklung.

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