Webgestaltung (Webdesign)

Weltkugel

INHALT

  1. Definition und Begriff
  2. Aufgaben des Webdesigners
  3. Benutzerfreundlichkeit von Webseiten
  4. Bedeutung von Suchmaschinen
  5. Anforderungen an das Design von Websites
  6. Checkliste zum Erstellen einer Webseite
  7. Komplett-Internetlösungen

Definition und Begriff

Webdesign: Was ist das ? Was bedeutet das ? Der Begriff » Webgestaltung « (englisch: Webdesign) beinhaltet alle Aufgaben (Konzept, Funktionalität, Struktur, Programmierung, Gestaltung) zum Erstellen einer Webseite mittels Layout und Benutzerführung (Navigation).

Layout

Bei der Erstellung vom „Layout“ einer Webseite werden folgende Kriterien festgelegt und umgesetzt:

  • Schriftarten, Schriftgrößen und Schriftfarben für Fließtexte, Überschriften und beschriftete Grafiken

  • Hintergrundfarben

  • Seitengröße mit Seitenbreite und Seitenhöhe

  • Bildgrößen und Videogrößen

  • Mengen-Verhältnis von Texten und Bildern

  • Leerräume bzw. freier Raum innerhalb der festgelegten Seitengröße (Weißraum-Abdeckung)

  • Einsatz von Bannern, Grafiken, Header, Logos oder Themes (Layout-Vorlagen z.B. für WordPress)

  • Benutzerführung mittels Verlinkungen (Navigation, Textbestandteile, Bilder), vgl. nachfolgend

Benutzerführung (Navigation)

Die Benutzerführung (Navigation) von einer Unterseite zur nächsten Unterseite, also die Verknüpfung einzelner Unterseiten miteinander, kann zum Beispiel auf folgende Arten realisiert werden:

a) Feste Navigation für Hauptseiten und ggf. Unterseiten mittels Unternavigationen (fest, aufklappbar)

b) Text-Links innerhalb des Fließtextes zu anderen Unterseiten wie zum Beispiel bei Wikipedia

c) Grafikdesign-Links innerhalb des Fließtext-Bereiches

Möglich sind auch Kombinationen aus den Varianten a) bis c), um die Benutzerführung (Navigation) beim Webdesign zu realisieren.

Aufgaben des Webdesigners

Bei der Konzeption, Programmierung und Festlegung von Layout und Benutzerführung ist es Aufgabe des Webdesigners, die Kommunikationsziele, Botschaften und Identität eines Unternehmens (vgl. » Corporate Design) im Internet abzubilden.

Wenn eine Webseite für größere Unternehmen und Organisationen zu erstellen ist, muss der Webdesigner bei der Realisierung die Kunst beherrschen, die Wünsche und Vorstellungen verschiedener Abteilungen miteinander zu vereinbaren.

Weiter muss ein Webdesigner selbständig die goldene Mitte zwischen den technischen Möglichkeiten, den Wünschen des Auftraggebers („Geht nicht, gibts nicht“) und den Ansprüchen potentieller Besucher zum Beispiel bzgl. der Benutzungsfreundlichkeit finden.

Neben der kontinuierlichen Auffrischung von Qualifikationen für die Webgestaltung zählt ferner zu den Aufgaben eines Webdesigners, flexibel Konzepte für verschiedene Branchen zu entwickeln.

Sei es für ein Hotel, die Gastronomie, einen Handwerker, einen Immobilienmakler, eine Zahnarztpraxis oder Gewerbe aller Art – jede Branche stellt individuelle Anforderungen an das Webdesign.

Benutzerfreundlichkeit von Webseiten

Die Führung der Besucher auf einer Website bestimmt maßgeblich ein benutzerfreundliches Webdesign.

Bei der » Benutzerführung « geht es allgemein darum, wie Besucher zu gewünschten Informationen auf einer Webseite mittels Hyperlinks (kurz: Links) gelangen können.

Die Benutzerführung innerhalb einer aufgerufenen Seite betrifft die Frage, wie die Besucher von einer Stelle zur anderen navigieren können: ob mittels Sprungmarken oder durch Scrollen der Seite.

Ein noch so attraktives Webdesign sollte nicht auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit realisiert werden.

Weitere Beispiele für Kriterien, die bei der Benutzerfreundlichkeit (Usability) einer Webseite eine Rolle spielen, sind auf der Seite » Web-Usability abrufbar.

Bedeutung von Suchmaschinen

Bei der Konzeption und Gestaltung einer Webseite sollte bereits im Vorfeld darauf geachtet werden, dass diese für Suchmaschinen lesbar ist.

Was nützt letztlich ein aufwendiges Webdesign, wenn eine Webseite nicht in Suchmaschinen gefunden werden kann aus technisch bedingten Gründen ?

Sei es in Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Mainz und München.

Wenn eine Webseite optimal für eine Suchmaschine lesbar sein soll, dann ist professionelles Webdesign weit mehr als beeindruckende Header, Grafikdesign, Buttons, Animationen oder aufwendige Programmierung von Layout-Templates (Vorlagen).

Bei der Planung und Gestaltung von Internetseiten sollte von Anfang an sichergestellt werden, dass die Erfordernisse von Suchmaschinen berücksichtigt werden.

Auf dieser Grundlage können bereits bei der Website-Erstellung nachfolgende Kosten für eine erfolgreiche Platzierung im Internet verringert werden.

Anforderungen an das Design von Websites

Folgende Anforderungen können zum Beispiel an die Webgestaltung / das Webdesign gestellt werden:

  • Kurze Ladezeiten von Inhalten, insbesondere von Filmen, Videos und Fotos

  • Hohe Benutzerfreundlichkeit (Usability) und visuelle Kommunikation

  • Einfache und intuitive Navigation, mit der die Besucher schnell die gesuchten Informationen finden

  • Ansprechendes und freundliches Erscheinungsbild (Layout)

  • Verständliche Sprache, klare Aussagen und leichte Lesbarkeit

  • Barrierefreies Webdesign nach Regeln des WCAG *, verpflichtend für öffentliche Stellen in der EU
  • Darstellung der Webseite mit allen Web-Browsern und Betriebssystemen (sog. responsive Webdesign)

„Wenn Sie einen Dollar in ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu machen.“

( Henry Ford, amerikanischer Unternehmer und Industrieller 1863 – 1947 )

Checkliste zum Erstellen einer Webseite

Für das Erstellen einer Website kann folgende Checkliste als Grundlage für das Webdesign verwendet werden:

  • Konzeption unter Berücksichtigung der Usability und ggf. vorheriger Konkurrenzanalyse im Internet

  • Individuelles Erscheinungsbild mit Hilfe passender Header, Grafikdesign-Elementen und Schriften

  • Logo-Erstellung mit Symbol-Wirkung unter Berücksichtigung des » Corporate Designs

  • Web-Programmierung nach HTML-, CSS- und WCAG-Standard des » W3C *

  • Programmierung von individuellen Formularen, Vorlagen (Templates) und Medien-Plugins

  • Hilfe beim Finden einer Wunschadresse (URL) und der Webspace-Einrichtung bei einem Provider

  • Entwicklung einer Online-Marketing- und Kommunikationsstrategie

  • Integration von einem News-Blog, Web-Shop, Stadtplan oder Routenplaner

  • Integration von Multimedia-Elementen (z.B. Animationen, Videos oder Intros)

Komplett-Internetlösungen

Komplett-Internetlösungen einer Webdesign-Agentur können über das Webdesign hinausgehend zum Beispiel folgendes Portfolio abdecken:

  • Content-Management-Systeme: Einfaches Aktualisieren der Webseite über einen Webbrowser online ohne Eingriffe ins Webdesign (z.B. mit WordPress) und ohne Programmier-Kenntnisse.

  • Wettbewerbsvergleiche: Durch das Analysieren des Wettbewerbsumfeldes lassen sich Ideen gewinnen, um das eigene Webdesign im Online-Marketing wirkungsvoll hervorzuheben.

  • Web-Controlling: Mit der gezielten Besuchererfassung von Webseiten erfahren, welche Begriffe von Besuchern gesucht wurden oder welche Unterseiten und Klickpfade am beliebtesten sind.

Eine Webseite ist die Visitenkarte einer Firma im WWW und eine der wichtigsten Schnitt-Stellen zur Außenwelt. Die Webgestaltung bestimmt maßgeblich den ersten Eindruck der Kunden von einem Angebot.

Informationen und Referenzen im Bereich Programmierung und Webdesign gibt es zum Beispiel beim freiberuflich tätigen Medienberater Benjamin Latzko (» vgl. Kontakt).

 


* Das W3C (World Wide Web Consortium) ist ein internationales Konsortium, das seit 1994 Grundlagen für Webstandards und die Webgestaltung erarbeitet. Beispiele sind: HTML (Hypertext Markup Language), CSS (Cascading Style Sheets) oder WCAG (Web Content Accessibility Guidelines), d.h. für ein barrierefreies Webdesign von Webseiten. Das W3C ist nicht zu verwechseln mit den W3Schools, der größten Webseite im Bereich Webentwicklung. Die W3Schools vermitteln Grundlagen, bieten Lernprogramme (englisch: Tutorials) und geben Tipps zur Webentwicklung, die im Webdesign von Nutzen sein können. So gibt es zum Beispiel Web-Tutorials für HTML, CSS, JavaScript, PHP oder XML, um die für das Webdesign wichtigsten Sprachen der Web-Programmierung zu nennen.